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 Jugendentwicklung 2011 
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Beitrag Jugendentwicklung 2011
Aus der heutigen SN vom MSM

Kaum ein europäischer Club investiert so viel in den Nachwuchs wie Salzburg – mit bisher minimalen Ergebnissen.
MICHAEL SMEJKAL
SALZBURG (SN). Um sich einen Überblick über die sportliche Leitung bei Red Bull Salz-
burg zu machen, benötigt man einen DIN-A4-Zettel. Headcoach Pierre Pagé steht allem vor, mit Reijo Ruotsalainen ist ein ehemaliger Stanley-Cup-Sieger Co-Trainer, ein anderer Stanley-Cup-Sieger, „Magic Kent“ Nilsson, ist Schusstrainer. Es gibt zwei Teammanager, zwei Farmteam-Trainer, zwei U18-Trainer, zwei U16-Trainer, einen Torwarttrainer (Patrick Dallaire) und einen eigenen Skating Coach (Mark LeRose).
Zwei Nachwuchsmannschaften spielen in der tschechischen Extraliga, die U20 nebenbei auch in Österreich, es gibt Kooperationen mit zwei Schulen und 40 Internatsplätze. Die medizinische Betreuung erfolgt durch das eigene Leistungszen trum in Thalgau und in Salzburg steht eine von drei „skate mills“, Trockentrainingsanlagen zum Eislauf, in Europa. Allein: Was seit Jahren aus einem der teuersten Nachwuchsförderprogramme Europas herauskommt, ist minimal. Nur zwei Spieler aus dem Nachwuchs haben es bisher in das Nationalteam geschafft: Michael Schiechl (22 Jahre) und Dominique Heinrich (21). Schiechl stand schon im erweiterten Teamkader, als er aus Graz gekommen ist.

„Die Talente kommen zu spät zu uns“, sagt Cheftrainer Pierre Pagé, der daher heuer im Sommer einen kräftigen Schnitt gemacht hat. Allein 16 junge Österreicher mussten Salzburg verlassen, darunter einst hoch gehandelte Talente wie Mario Fischer, Patrick Maier oder Artiom Konowalow. Aktuell im Blickfeld sind jetzt die Spieler der Jahrgänge 1992 bis 1994, etwa Johannes Bischofberger. Ihm traut Pagé als erstem Spieler den Sprung aus Salzburg in die NHL zu. Womit die Uhr für eine ganze Reihe von „ewigen Talenten“ wie Kevin Puschnik oder Fabio Hofer abläuft – zu Recht, denn sie waren bisher auch die Enttäuschungen der Saison aus Salzburger Sicht.

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11. Okt 2011, 06:21
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
ich kanns schon fast maulen hören: "damit sagt der pagé, dass nur in sbg spieler für die nhl ausgebildet werden können und sonst nirgends in österreich"


11. Okt 2011, 06:32
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
wenn einer kein talent hat, dann hilfts ihm aber auch wohl nix, wenn er als säugling nach salzburg kommt, oder?
die frage is allerdings: wie kanns seinm dass es keine talente gibt?


11. Okt 2011, 06:34
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
ja klar anstrengen muss man sich wohl. warum tun sies dann nicht? woran liegts? weil sie zu spät zu uns kommen und es nicht gewöhnt sind und sich nimmer dran gewöhnen wollen oder können?


11. Okt 2011, 06:50
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
ich ziehe als vergleich immer gerne den skisport heran:
da krebsen bei jedem landes-cup-rennen je altersklasse geschätzte 200 läufer u. -innen herum, aber wieviele schaffen's dann in den weltcup?

und die fangen schon mit 5 oder 6 an sogar im sommer zu trainieren.

es ist halt fakt das in einer sportart wie eishockey, die doch eher stiefmütterlich behandelt wird (bzw. in salzburg wurde), nicht die quantität an nachwuchs da ist aus der dann ein paar mit qualität übrig bleiben.

und ein typisch österreichisches problem ist halt vermutlich auch das man versucht sich alles so einfach wie möglich zu machen.

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11. Okt 2011, 07:18
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
PP muss sich als Chef des ganzen auch hinterfragen, warum er z.b. bei der U15 mit Müh und Not eine Mannschaft zusammen bringt!

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11. Okt 2011, 07:25
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
ich fürchte nur, dass das ganze dann irgendwann umschlägt. man holt dann alles zusammen, auch bei ganz jungen, was es am markt gibt und siebt rigoros aus. es fallen dann aber bereits die durch den rost, die eigentlich die chance hätten, sich super zu entwickeln, nur halt vl ein jahr zu spät dran sind mit ihrem fortschritt.

aber richtig, dazu is eishockey nicht der breitensport wie schifahren oder kicken.
und wieder sind wir beim gleichen punkt angelangt. lol welch zufall


11. Okt 2011, 07:59
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
es ist doch nichts neues das viele junge sportler an dem sprung aus der jugend/junioren in die allgemeine klasse scheitern.
und das ist in jeder sportart gleich. wer selbst sport auf höherem niveau (ich rede hier von bundesniveau, nach oben ist der aufwand sowieso noch mal höher zu betreiben) betrieben hat, weiß das.
ich sehe dabei einige erklärungen.

die erste und wohl entscheidenste erklärung ist wohl der aufwand, der betrieben werden MUSS, um den sprung zu schaffen. und dieser aufwand ist wohl sehr groß, sowohl für die kinder, wie auch die eltern und da denken sich wohl schon viele: "wozu das ganze?" und das da eine sportart wie eishockey zusätzlich das handicap hat, dass damit vergleichsweise zu fußball oder schifahren wenig geld zu verdienen ist, braucht wohl nicht extra erwähnt werden.

eine weitere erklärung sehe ich einfach in den möglichkeiten die da sind.
ich versuche es am beispiel fußball zu erklären. in jedem dorf gibt es einen fußballclub und die kinder, die gemeinsam in die schule gehen, gehen eben auch gemeinsam fußball spielen. das selbe gilt wohl fürs schifahren.
wenn wir jetzt eishockey dazu vergleichen - bitte nicht falsch verstehen, ich finde das angebot der salzburger zb mit den schnuppertagen genial, ABER der aufwand, der von den eltern betrieben werden muss, ist einfach nicht zu vergleichen, wenn man das kind zu jedem training mit dem auto bringen muss, das fällt bei den oben angeführten "volkssportarten" einfach ab einem gewissen alter weg, aber im grunde sind wir ja wieder beim ersten punkt.
ist auch irgendwie logsich finde ich: wenn das angebot in der nähe ist, werd ich mehr spieler bekommen...

und eine weitere für mich wesentliche erklärung - die ich sehe - ist einfach die entwicklung eines jungen menschen, denn der sprung vom juniorsportler zum sportler in der allgemeinen klasse fällt einfach in eine sehr schwierige phase der entwicklung, die jeder durch macht.
und es kommt bei jedem die phase im leben (e wir alle wissen im alter zwischen 15-20 jahren), in der einfach andere dinge spannender sind als 3-5 mal in der woche trainieren/zu wettkämpfen zu gehen und in der phase springen viele ab - so denke ich jedenfalls.

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11. Okt 2011, 08:19
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
da hast natürlich völlig recht. kann ich sogar bestätigen. mein bruder war nun bei jedem dieser schnuppertrainings mit dabei und möchte auch weiterhin mitmachen. ab donnerstag findet das training aber in bergheim statt. seine mutter hat keinen führerschein also muss mein vater taxi spielen. gsd halte ich ind er firma die stellung, so kann er das getrost erledigen aber sowas wird nicht für jeden möglich sein. und einen dreijährigen zb setz ich auch ned mal einfach so in den bus von aigen nach bergheim und retour.

aber darum sag ich ja sind wir wieder beim selben thema: wir brauchen eine bessere infrastruktur. kommt eine neue halle, so kann man das kidnertraining ja vl wieder nach sbg legen (was dann natürlich kids, die in der nähe von bergheim wohnen, benachteiligt). es besteht dann auch bei interesse sicher die möglichkeit von zwei trainingsstätten womit wir dem fußballplatzvorteil näher kommen

man darf aber danna uch nicht vergessen, dass eishockey wesentlich teurer ist, als kicken. bei einigen eltern scheiterts schon daran - ein konkretes beispiel hab ich erst vor wenigen tagen gehört. da kann man nun mit geliehenem oder geschenktem zeug vorerst die eine gewisse zeit überbrücken.

auf jeden fall können, wie luric das sagt, viel weniger kinder mit eishockey beginnen.
andererseits darf man nicht vergessen, dass es auch nicht in jedem dorf einen berg gibt und schiausrüstung auch geld kostet.
das blinkt dann wieder der punkt "breitensport" auf :)

kurz gesagt:
- fußball is erschwinglich und einfach einfach
- schifahren is zwar nicht so günstig aber in österreich ein absoluter breitensport mit guter infrastruktur
- eishockey is nicht günstig und wird von der politik gern vergessen. man konzentriert sich halt lieber auf ein, zwei dinge und kurz mal auf randsportarten, wenn da ein team oder ein sportler was besonderes geschafft hat. siehe ludwig paischer - da wurde plötzlich "viel" in diesen sport investiert
würde österreich eishockeyweltmeister sähe die sache wohl auch anders aus :)


11. Okt 2011, 08:51
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
dein beispiel von lupo paischer ist ein paradefall für randsportarten, denn es gab nämlich schon einmal einen "judoboom" in den achzigern, als peter seisenbacher 1984 und 1988 olympiasieger (bis dato meines wissen der erste von zwei doppelolympiasiegern) wurde.
auch damals war der zulauf zum judo kurzzeitig enorm, leider haben in weiterer folge die nachfolger (die es gab) leider nicht ähnliche erfolge feiern konnen und es ist bei randsportarten eben leider so, dass nach ausbleiben von regelmässigen erfolgen auf internationaler ebene der zustrom des nachwuchs abreisst, da das vorbild, bzw. die identifikationsfigur "aus der nachbarschaft" fehlt, bzw. verloren geht

ich glaube es wäre daher auch sehr wichtig und unheimlich förderlich für die kinder und jugendlichen, wenn es mal ein salzburger schafft im team der "großen" fuß zu fassen.
verstehe aus diesem grund die ein oder andere entscheidung der letzten saisonen nicht, denke hier an lanz oder feichtner, die wohl beide nie in die nhl kommen werden, aber als identifikationsfiguren mmn sehr wichtig wären...

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11. Okt 2011, 09:23
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
luric hat geschrieben:
lanz oder feichtner, die wohl beide nie in die nhl kommen werden


BUUUHHH :)

ja klar, da hast schon recht.
es is zwar schön und gut, dass man das projekt hat(te?), schulen zu besuchen und werbung fürs eishockey zu machen indem man dann die klassen auch einlud usw. aber allein der name "fans of the future" zeigt doch auch, dass hier das hauptaugenmerkt darauf lag, die kids als zuseher zu rekrutieren (und natürlich als konsumenten) und weniger sie dazu zu bringen, selbst aufs eis zu gehen.


11. Okt 2011, 09:54
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
ZiagL hat geschrieben:
luric hat geschrieben:
lanz oder feichtner, die wohl beide nie in die nhl kommen werden


BUUUHHH :)

ja klar, da hast schon recht.
es is zwar schön und gut, dass man das projekt hat(te?), schulen zu besuchen und werbung fürs eishockey zu machen indem man dann die klassen auch einlud usw. aber allein der name "fans of the future" zeigt doch auch, dass hier das hauptaugenmerkt darauf lag, die kids als zuseher zu rekrutieren (und natürlich als konsumenten) und weniger sie dazu zu bringen, selbst aufs eis zu gehen.


BUUUUHHH oder PUH? :-)

NATÜRLICH geht es bei solchen aktionen in erster linie um zuseher/konsumenten, aber damit weckt man auch das interesse am sport an und für sich und wenn von den interessierten wieder der eine oder andere mit dem eishockey anfängt, erhöhe ich die anzahl von MÖGLICHEN talenten, denn wir sind uns sicher alle einig, dass das interesse am sport der ERSTE schritt ist selbst den sport auszuüben.
oder interessierst du dich für dressurreiten (und ich mein jetzt den sport mit den pferden ;) )

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11. Okt 2011, 10:09
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
fangt's da nicht schon in frühester kindheit am schulsport an zu kranken?

ich glaube das ich im gymnasium, zumindest in der unterstufe, noch 5 oder 6 stunden sport in der woche hatte.
wieviel sind's heute?
wir hatten aber auch noch am samstag schule, das gibt's ja auch glaube ich nicht mehr.

und wenn man nicht sehr sportbegeisterte eltern hat, nämlich solche die sich aktiv betätigen, woher sollen's die kinder dann haben?

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11. Okt 2011, 10:13
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
da geb ich dir sicher recht, es fängt sogar schon vor der schule an.
habe vor kurzem eine doku gesehen in der unter vielen anderen "mängeln" der kinder gesagt wurde, dass im kindergarten/ersten schuljahr ein großer teil der kinder keinen purzelbaum machen kann! :shock:
aber - abgesehen von den absolut berechtigtem einwand von alka - ich glaube darum geht es hier nicht, denn es spielen ja fast alle jungs über kurz oder lang fußball, bzw. jedes kind geht schifahren, nur wie bring ich viele davon in eine randsportart um aus dem randsport einen breitensport zu machen...

wobei auch gesagt werden muss, dass breitensport nicht zwangsläufig mit internationalen erfolg gleichzusetzen ist...aber das ist ein anderes thema....

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11. Okt 2011, 10:27
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Beitrag Re: EBEL 2011 / 12 Allgemeine Diskussion
im schulsport haperts aber auch an den ausgeübten tätigkeiten.

man kickt gern so oft wie möglich, wir mussten drum kämpfen, ind er halle mal hockey spielen zu dürfen.


11. Okt 2011, 10:32
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